2.1 Optimierung
Wie
es kommt, dass Kleines Großes vollbringen kann, beschreibt er mit Hilfe
des Bénard-Experiments, 5) das das Verhalten von Flüssigkeit, z.
B. Silikonöl, in einem rechteckigen Gefäß bei Erwärmung
untersucht. Dieses Experiment (s. u.) veranschaulicht die Entstehung von Kipp-Punkten
im Verhalten eines Systems. Dieses Phänomen ist von so grundsätzlicher
Natur, dass es lange überhaupt nicht wahrgenommen oder wissenschaftlich
untersucht wurde. Es war einfach da, wie die Luft, die man atmet und über
die man sich keine Gedanken macht. Kipp-Punkte geschehen nun einmal: Bei Regierungswechseln
infolge einer Bundestagswahl; in historischen Umbrüchen, wie etwa 1989;
am Anbeginn des Lebens auf diesem Planeten, als der erste Einzeller zu zucken
begann; in dem Moment, in dem einem etwas "über die Leber läuft";
ebenso wie bei synergetischen Innenweltreisen oder in physikalischen Experimenten,
wovon im Folgenden die Rede ist. Wie kippt etwas? Und wie macht man es, dass
etwas kippt – Regierungen, Ökosysteme, Kindheitstraumata, Bewegungsverhalten
von Flüssigkeiten in rechteckigen Gefäßen?
Herrmann HAKEN stellt zunächst einmal simpel fest: Das Dasein ist voller
Strukturen – Schrauben, Haarkämme, Toaster, Gemälde, Autos,
Häuser, Sozialsysteme, Staatenverbände, Spiralgalaxien, Planetenbahnen,
Hurrikans, Zebrastreifen, Muscheln und Schneekristalle. In früheren Zeiten
betrachteten die Menschen Strukturen als gottgegeben und verankerten ihre Ansichten
in unterschiedlichen Schöpfungsmythen. Auch in der Wissenschaft befasste
man sich lange nur mit der Frage, wie Strukturen aufgebaut sind, und nicht damit,
wie sie entstanden sind und immer wieder von neuem entstehen. Erst in jüngster
Zeit wendet sich das Interesse zunehmend auch der Frage zu, wie sich Strukturen
"von alleine" bilden, mit anderen Worten, wie sie sich selbst organisieren.
Die moderne Selbstorganisationsforschung zeigt sich in vielen Ausprägungen
– eine davon ist die Synergetik, die auf die von Hermann HAKEN untersuchten
Naturgesetze der Synergetik zurückgeht und diese mittels der Verfahren
des Synergetik Coachings und des Synergetik Profilings auf die Psyche des Menschen
anwendet. 6)
HAKEN ist in seinen Forschungen auf der Suche nach einem einheitlichem Weltbild, nach einheitlichen Grundgesetzen für das Naturgeschehen, 7) ganz ähnlich wie sie Isaak NEWTON (Bewegung, Schwerkraft), Albert EINSTEIN (Schwerkraft, Raum und Zeit), Dimitrij I. MENDELEJEW (Periodensystem der Chemie) etc. für ihre Fachgebiete herausgefunden haben.

Um
Neues zu entdecken, muss man mitunter auch neue Wege gehen. Übliche wissenschaftliche
Gepflogenheit ist es, die Untersuchungsgegenstände in immer kleinere Einheiten
zu zerlegen: Der Physiker zerlegt einen Kristall in seine Einzelbestandteile
und untersucht Atome, Atomkerne, Elektronen, Quarks und schließlich Gluonen.
In den verschiedenen Wissenschaftsgebieten wird so vorgegangen und auch die
Wissenschaft als Ganzes präsentiert sich heute hochgradig ausdifferenziert
in hochspezialisierten Einzeldisziplinen. Nach HAKEN kann es dabei dem Forscher
(wie auch der Wissenschaft als Ganzes) ähnlich ergehen, wie dem kleinen
Jungen, der ein Spielzeugauto geschenkt bekommen hat. Sehr bald möchte
nämlich der Junge verstehen, warum das Spielzeugauto läuft, und er
zerlegt es dazu in seine Einzelteile, was ihm im Allgemeinen nicht allzu schwerfällt.
Häufig sitzt er am Schluss traurig vor den Einzelteilen, weil er nun immer
noch nicht verstanden hat, warum das Auto lief und er auch gar nicht in der
Lage ist, die Einzelteile zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen. Er
erfährt so früh die Bedeutung des Satzes:
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
HAKEN stellt damit seine Forschungen in einen ganzheitlichen, holistischen Zusammenhang, von dem im folgenden Kapitel noch die Rede sein wird. Auf die verschiedenen Wissenschaften übertragen heißt dies: Selbst wenn wir Strukturen in ihrem Aufbau erkannt haben, so müssen wir erst noch verstehen, wie die Einzelbestandteile zusammenwirken. An dieser Problematik setzt nach Herman HAKEN die strukturwissenschaftliche Synergetik, also die Lehre vom Zusammenwirken, ein. Mit ihr erscheinen Phänomene, die früher als vereinzelt angesehen wurden, als Beispiele einer einheitlichen Gesetzmäßigkeit. Früher Rätselhaftes, ja sogar Widersprüchliches wird plötzlich klar. Man kann erkennen, dass es gerade das kollektive Verhalten vieler Einzelbestandteile ist – seien es Atome, Moleküle, Zellen, Tiere, Menschen oder Innenweltbilder –, die das Verhalten des gesamten Systems (bzw. der gesamten Gesellschaft oder der psychosomatischen 8) Gesamtverfassung des Klienten) bestimmen.
In diesem Sinne kann die Synergetik nach HAKEN als eine Wissenschaft vom geordneten, selbstorganisierten, kollektiven Verhalten angesehen werden. Dabei unterliegt das Verhalten allgemeinen Gesetzen, die sich in ihrer Allgemeingültigkeit auf ganz verschiedene Disziplinen – wie etwa der Physik, der Chemie, der Biologie, der Ökonomie, der Soziologie und eben auch der Synergetik – erstreckt. Verdeutlichen lässt sich die Bedeutung von HAKENs Erkenntnis für die praktische synergetische Arbeit mit Hilfe des Bénard-Experiments.
Bei
schwacher Erhitzung des Silikonöls, das sich in einem rechteckigen Gefäß
befindet, erkennt man zunächst keine Änderung mit bloßem Auge.
Die von unten zugeführte Wärme wird in der ruhenden Flüssigkeit
durch Wärmeleitung nach oben transportiert und dann an die oben angrenzende
kalte Luftschicht abgegeben.
Erreicht
aber die Temperaturdifferenz zwischen unterer und oberer Oberfläche einen
kritischen Wert, so setzt ganz spontan eine makroskopische Bewegung der Flüssigkeit
ein, die erstaunlicherweise keineswegs ungeordnet erfolgt, sondern nach ganz
speziellen Mustern abläuft. Eine typische Struktur, die sich hierbei ergibt,
ist die von Rollen (den sogenannten 'Bénard-Zellen').
Bis es dazu kommt, passiert allerdings einiges innerhalb der Flüssigkeit, da in dem System unterschiedliche Bewegungsabläufe konkurrieren. Die einzelnen Flüssigkeits bestandteile testen ständig neue Lagen zueinander, neuartige Bewegungsabläufe oder neuartige Reaktionsvorgänge aus, an denen jeweils sehr viele Einzelteile des Systems beteiligt sind. Unter dem Einfluss der ständig zugeführten Energie zeigen sich gemeinschaftlich-kollektive Bewegungen oder Reaktionsabläufe gegenüber anderen, ungeordneten Bewegungsabläufen als überlegen.
Und
auch bei kollektiven Bewegungen kommt es zu Ausscheidungsverfahren. So vermögen
es im genannten Beispiel die eliptischen Rollenbewegungen nicht, sich langfristig
durchzusetzen, ihre Geschwindigkeit nimmt allmählich ab, die Bewegungsweise
bricht schließlich wieder zusammen.
Ganz
anders hingegen bei der kreisförmigen Rollenbewegung: Ihre Geschwindigkeit
– und damit ihre Stabilität – nimmt mit der Zeit zu, was dazu
führt, dass diese Bewegungsweise sich nachhaltig durchsetzt und für
uns makroskopisch wahrnehmbar ist und unter den gegebenen Umstanden die optimale
Reaktion des Systems darstellt.
Optimierung durch Selbstorganisation |
Ein Phänomen, das uns bei synergetischen Innenweltreisen wieder begegnet: HAKEN erhitzt das Öl (fügt dem System Energie hinzu) und überlässt die daraus resultierenden Bewegungsabläufe der Selbstorganisation. Der Bewegungsablauf, der sich schließlich nach einiger Zeit durchsetzt, erweist sich immer als der optimale im Rahmen der jeweils vorherrschenden Begleitumstände (Temperatur etc.).
Nach HAKEN erscheinen uns die neuen Zustände, die das System so erreicht, als von höherer Ordnung. Eine Erfahrung, die auch im Zusammenhang von Innenweltreisen zu machen ist und grundsätzlich Ziel jeder synergetischen Optimierungsmaßnahme ist. Wesentlich ist dabei zudem, dass die Natur bei der Änderung eines Gesamtzustandes häufig die zugeführte Energie nach einer Art Hebelgesetz einsetzt. Nach dem Hebelgesetz der Mechanik können wir auch sehr schwere Lasten mit geringer Kraft heben, wenn wir den Hebelarm genügend lang machen. Ähnlich macht es, so HAKEN, die Natur bei offenen Systemen, die Strukturen bilden. Eine geringfügige Änderung der Umweltbedingungen – etwa der Stromzufuhr beim Laser oder der Temperaturerhöhung bei der Flüssigkeit – wird in ihrer Wirkung dadurch vervielfacht, dass eine ganz bestimmte Bewegungsform, nämlich die optimale, immer heftiger wird. Die Stärke dieser Bewegung spielt, wie man mathematisch nachweisen kann, die Rolle des Hebelarms; die Änderung der Umweltbedingungen spielt hingegen die Rolle unserer Kraft am Hebelarm, während die Erhöhung des makroskopischen (sichtbaren) Ordnungszustandes der zu hebenden Last entspricht.
Das Prinzip, dass kleine Ursachen eine große Wirkung hervorrufen können, wird als sogenannter "Schmetterlingseffekt" in Kapitel 5 Chaostheorie und fraktale Muster abermals zur Sprache kommen.
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Geringfügige Änderungen können durch Optimierung große Wirkungen hervorrufen |
Auf die Synergetik angewendet bedeutet dies, dass Energie in die themenrelevanten neuronalen Organisationsmuster des Gehirns – wo alle Erinnerungs- und Symbolbilder ständig in Wechselwirkung miteinander stehen – gegeben wird, um selbstorganisatorisch Veränderungsprozesse auszulösen und die Innenwelt zu einer höheren Ordnung hin zu verbessern. Unter Energiezufuhr werden im synergetischen Verständnis eine ganze Reihe von Maßnahmen verstanden (vgl. Basishandwerkszeug).
Hinsichtlich des Bénard-Experiments stellt sich die Frage: Woher wissen die einzelnen Moleküle der Flüssigkeit, die ja mikroskopisch klein sind, viel kleiner als die Dimension einer Rolle, dass sie sich auf derart große Abstände in einer wohlgeordneten Weise einer kreisförmigen Rollenbewegung begeben müssen?
Hierbei ist es lohnenswert, sich mit dem Mechanismus dieser Bewegung näher auseinanderzusetzen, um einem Naturprinzip auf die Spur zu kommen. Wird die Flüssigkeit erhitzt, so dehnt sie sich aus und wird spezifisch leichter; die einzelnen Flüssigkeitselemente streben also nach oben. Ist die Temperaturdifferenz zwischen unterer und oberer Oberfläche noch zu klein, so genügt diese Auftriebskraft nicht, um die innere Reibung zu überwinden, die Flüssigkeit bleibt in Ruhe. Wird aber die Temperaturdifferenz genügend groß, so überwiegen nun die Auftriebskräfte. Wir haben hier ein sogenanntes instabiles Gleichgewicht vor uns: Von unten streben die einzelnen erwärmten Flüssigkeitsteile nach oben, von oben her drücken die noch kalten Flüssigkeitsteile nach unten. Es ist so, als wären zwei Menschenmengen an einer breiten Treppe; die eine will von unten nach oben, die andere von oben nach unten. Wir alle wissen, was hierbei oft geschieht: Es gibt ein heilloses Durcheinander, und die Menschen behindern sich gegenseitig.
Die Flüssigkeit macht es anders. Sie probiert immer wieder neue Konfigurationen aus, wie sie am besten die Wärme von unten nach oben transportieren kann. Wie sich im Detail mathematisch zeigen lässt, sind die jeweils ausprobierten Konfigurationen sehr einfach, nämlich kreisförmige oder ovale Rollenbewegungen (siehe oben).
Hierbei
zeigt sich, dass bei einer bestimmten Rollenkonfiguration die Wärme besser
abtransportiert werden kann. Die Geschwindigkeit dieser Rolle wächst im
Laufe der Zeit an. Bei anderen Rollen sind die Verhältnisse nicht so günstig;
entweder wachsen diese Rollen langsamer an, oder sie sterben, selbst wenn sie
einmal ins Leben gerufen worden sind, nach kurzer Zeit wieder ab. Zwischen den
anwachsenden Rollen findet ein Konkurrenzkampf statt, den – wie bereits
erwähnt – die optimale Rolle, die am schnellsten wächst, gewinnt,
die anderen werden unterdrückt.
Die Bewegungen in der Flüssigkeit lassen sich graphisch
unterschiedlich beschreiben. Und auch wenn es im Rahmen der synergetischen Ausbildung
um Menschen und deren Innenwelt geht, lohnt sich doch ein tieferer Blick in
die mathematische Welt der Physik, um zu erkennen, dass es Grundprinzipien der
Natur gibt, die sich ebenso dort wiederfinden lassen
wie bei der menschlichen Wahrnehmung oder in der synergetischen Optimierungsarbeit.
Betrachtet man die Geschwindigkeiten der Flüssigkeitsteile an den unterschiedlichen
Stellen der kreisförmigen Rollenbewegung, so
lassen sich diese je nach ihrer Größe mit unterschiedlich langen
Pfeilen darstellen, woraus sich ergibt, dass sich an der heißeren Unterseite
sowie an der kälteren Oberseite die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsteile
verringert
und
dazwischen an Geschwindigkeit zunimmt. Zusammengenommen ergibt sich ein sinusförmiger
Kurvenverlauf.
Diese Geschwindigkeitszu- und abnahme lässt sich auch mittels eines Punktes darstellen. Die Graphik links stellt dar, dass die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsanteile auf ihrer kreisförmigen Bahn ansteigen und abnehmen (siehe Pfeil) kann, schließlich der Wert 0 annehmen kann und in umgekehrter Richtung wieder an Geschwindigkeit zunimmt. Diese Graphik drückt somit das Gleiche aus, wie die Sinuskurve weiter oben. Nun mag man sich als Nicht-Physiker fragen, warum man sich das Leben mit einer weiteren abstrakten graphischen Darstellung von kleinen Flüssigkeitsanteilen im Silikonöl verkompliziert. Die Antwort lautet, weil man mit dieser Darstellungsweise besser veranschaulichen kann, was passiert, wenn der Forscher mit seinem seriösen weißen Kittel im Labor sitzt und anfängt herumzuexperiemtieren, hier dreht und dort etwas verändert.
Wird nämlich die Temperaturdifferenz zwischen der unteren
und der oberen Begrenzung der Flüssigkeit erhöht (oben gleiche Umgebungstemperatur
und unten mehr Feuer), so kommt es zu einer interessanten Veränderung des
Geschwindigkeitsverhaltens:
Die
Erhöhung der Temperaturdifferenz bewirkt, dass die Talsohle immer flacher
wird und schließlich die Form von zwei Tälern mit einem Hügel
in der Mitte annimmt. Dies hat eine wichtige Konsequenz für das Verhalten
der Flüssigkeit,
denn nun entscheidet eine winzig kleine anfängliche Schwankung in der Geschwindigkeitsverteilung der einzelnen Moleküle der Flüssigkeit darüber, für welches der beiden "Minima" sich das Ordnungsparameter q entscheidet ('Symmetriebrechung').
Da zwei stabile Minima (Tiefpunkte) zur Verfügung stehen,
spricht man hier von 'Bistabilität'. In der oberen rechten Abbildung bedeutet
das linke "Tal" einen negativen Wert. Dies entspricht einer Rollenbewegung,
wie sie in links angegeben ist. Umgekehrt entspricht das rechte "Tal"
der Rollenbewegung in der Abbildung rechts, das heißt einer Bewegung,
die der anderen entgegengesetzt ist. Der Symmetriebruch (KippPunkt), an dem
winzige Einflüsse wirksam werden, hat somit eine makroskopisch messbare
Konsequenz im Großen.
Dieser Vorgang beschränkt sich nicht allein auf physikalische
Experimente und es ist HAKENs Leistung, die Universalität dieses Phänomens
fachübergreifend anhand ganz unterschiedlicher Untersuchungsgegenstände
sichtbar gemacht zu haben. 9 JOSCHKO übertrug HAKENs Ergebnisse auf die
Innenwelt des Menschen und stellte dort die gleichen Wirkprinzipien fest:
1. Es liegt ein anfänglicher Ordnungszustand vor, der – selbstorganisatorisch gebildet – dem Optimum zum gegenwärtigen Zeitpunkt entspricht. Beim Bénard-Experiment entspricht das einer gewissen Rollenbewegung; beim Menschen ist es die derzeitige körperlich-seelische Befindlichkeit, die ein Produkt seines bisherigen Lebens mit all seinen Erfahrungen darstellt (dies schließt durchaus Erkrankungen mit ein). 2. Durch Zugabe von Energie 10) wird der bestehende Ordnungszustand destabilisert und eine Symmetriebrechung hervorgerufen, bei der bereits kleine Einflüsse genügen, um das Verhalten des ganzen Systems zu verändern. 3. Bleibt es der Selbstorganisation überlassen,
welcher Zustand sich anschließend einstellt, erscheint das System
anschließend als von höherer Ordnung. |
Diese noch recht einfache Arbeitsbeschreibung wirft eine Reihe von Fragen auf,
über die im Folgenden noch zu sprechen sein wird. Unter anderem stellt
sich die Frage, wo denn genau die Energie hinzuzugeben ist. Was bei einem physikalischen
Laborexperiment noch simpel anmutet (Brenner unter dem Flüssigkeitsbehälter),
scheint in der Innenwelt des Menschen schon schwieriger zu sein. So scheint
es.
Tatsächlich erweist sicht die Innenwelt des menschlichen
Gehirns gar nicht so sehr als terra incognita, als unbekanntes Land, wie mitunter
angenommen wird. Der folgende letzte Abschnitt dieses Kapitels behandelt den
Kompass bzw. den roten Faden, dem man auf einer Innenweltreise vertrauen darf:
Wahrnehmungskontexte und assoziative Verknüpfungen im Gehirn. Auch hierfür
liefert Hermann HAKEN die notwendige Grundlagenforschung für die Synergetik
nach JOSCHKO in Anwendung und Forschung.
5 Ausführlich dargelegt in: HAKEN, Hermann / HAKEN-KRELL, Maria: Erfolgsgeheimnisse der Wahrnehmung. Synergetik als Schlüssel zum Gehirn. Stuttgart 1992, S. 13-20. Die Darstellung fasst wie auch schon HAKENs Grundlagenwerk Erfolgsgeheimnisse der Natur. Synergetik: Die Lehre vom Zusammenwirken. Stuttgart 21981 die langjährige Forschung Hermann HAKENs zusammen; Literaturhinweise unter: http://itp1.uni-stuttgart.de/arbeitsgruppen/?W=5. Das Experiment wurde nach Henri Bénard benannt, der es 1900 in seiner Dissertation erstmals ausführlich beschrieb. Teilweise wird das Bénard-Experiment in der Literatur auch als Rayleigh-BenardExperiment beschrieben. 6 Zur Entwicklung des Synergetik Coachings vgl.: 12 Jahre Synergetik Therapeut/in, 1992-2004: Eine Innovation im Gesundheitswesen – 16 Jahre Synergetik Therapie, 1988: Definition durch Bernd JOSCHKO. Presseberichte. Hg. v. Synergetik Institut. Bischoffen 2004. 7 Vgl. Fußnote 4. 8 Das Adjektiv 'psychosomatisch' [gr.] meint hier die seelisch-körperlichen Wechselwirkungen 9 Weitere Beispiele aus der Physik, Biologie, Psychologie, Politik, Gehirnforschung, den Wirtschaftswissenschaften etc. in: HAKEN, Hermann / HAKEN-KRELL, Maria (wie Fußnote 4). 10 Was unter Energiezufuhr im synergetischen Sinne verstanden wird, behandeln die Kapitel 6 Evolutionsbonik. |