1 Einleitung: Stillstand und Energiefluss Stillstand und Energiefluss

16. Stillstand und Energiefluss

Leben ist Bewegung. Ein pulsierender Wechsel zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter, Herausforderungen und kreativen Lösungen. Viele Menschen nehmen jedoch ihr Leben anders wahr: Gleichförmigkeit im Beruf, Abhängigkeiten und verfahrene Situationen in der Familie und Stillstand in der persönlichen Entwicklung.

Dieser Tag schlägt noch gar keine Wogen
doch irgendwie kennt sie ihn schon
es läuft so 'ne Art Wiederholung
es handeln dieselben Personen
dieselben Personen
und alles war irgendwann neulich
die zweisamen Jahre vergeh'n
gegossen in eiserne Treue
es gibt keine Schuld zu gesteh'n
und kein Grund zu geh'n
Bis auf's Blut ineinander verwoben
und bis auf die Knochen vertraut
zwei Leben wie Feder und Nut
nach Maß aufeinander gebaut
allen Stürmen getrotzt
'n paar Wünsche erfüllt
die Leidenschaft gut in den Alltag gehüllt
jeder Blick sieht gekonnt über Fehler hinweg
läuft alles perfekt, nur die Liebe ist weg
(Annett Louisan: Läuft alles perfekt)



Das Thema Handlungskompetenz behandelt Synergetik Basic 2/4 unter unter dem Gesichtspunkt von Kap. 8 Reichtum und Schatten in der inneren Welt. D. h. wie mannigfaltig sich die Innenwelt darstellt und welche der verdrängten Themen diesen Reichtum als „Schatten“ hindern. Das vorliegende Material erweitert den Gesichtspunkt Handlungskompetenz um die Aspekte Stillstand und Bewegung im Alltag und in der Innenwelt – zusammenfassend ausgedrückt als Energiefluss im Leben. Es geht dabei auch um die Komplettierung der behandelten wichtigsten innenweltlichen Symbolfiguren und Faktoren, die den Energiefluss drosseln können (vgl. Synergetik Basic 1/4, Kap. 6.2: Das Scheibchenziehen): die Innere Frau und der Innere Mann (Kapitel 2) sowie frühere und aktuelle Beziehungen, wie etwa Lebenspartner (Kapitel 3). Bezogen auf die übergeordneten Fragen des Lebens, lassen sich diese Aspekte insgesamt beschreiben als Lebenskompetenz, deren Grad sich mittels Innenweltreisen nicht nur feststellen, sondern auch „trainieren“ lässt (Kapitel 4).