12. Komplexität von Informationsstrukturen im Gehirn
Die Quantentheorie betrachtet das Universum nicht mehr als Maschine, die aus
einer Vielzahl von isolierten Objekten besteht, sondern beschreibt das Universum
als ein unteilbares, dynamisches Ganzes, dessen Teile auf ganz wesentliche Weise
in Wechselbeziehung stehen und nur als Strukturen eines Vorganges von kosmischen
Dimensionen verstanden werden können (vgl. Synergetik Basic 1/4, Kap. 3.2:
Das ganzheitliche Weltbild). Selbstähnlich finden sich diese Zusammenhänge
beim Menschen in sozialen Beziehungsgefügen in der Familie, im Beruf und
im Bekanntenkreis, die ihren Niederschlag auf neuronaler Ebene von Kindheit
an im Gehirn finden. Komplexität und Vernetzung von Informations-strukturen
bestimmen grundsätzlich die Innen-welt – ihre Aufdeckung und die
Erlösung fest-setzender komplexer Muster sind gängig Gegenstand der
Arbeit in synergetischen Innen-weltreisen. Unliebsame oder gar krank machen-de
Verhaltensmuster oder Beziehungs-struk-turen im Außen (d. h. das Thema
der Sitzung) stehen in der Innenwelt in Zusammenhang mit Situationen in der
Jugend und der Kindheit des Klienten, aber auch mit Verhaltensmustern der Eltern
sowie deren Kindheit. Hinzu kommt das Verhalten der Großeltern in der
Kindheit der Eltern, deren Erlebnisse sowie die historischen Umstände der
damaligen Zeit etc. Je nach Relevanz präsentiert uns das Unbewusste des
Klienten die entsprechenden Einflussfaktoren. D. h. diejenigen Szenen und Erlebnisse,
die direkt oder indirekt Einfluss auf die Situation nehmen, in der sich der
Klient aktuell befindet, denn in der Seele gibt es nicht die Zeitqualität
"gestern", "damals" oder "früher"; alles
ist als "jetzt!" abgelegt und wirkt im Unbewussten auf das Leben und
den Alltag. Aufdecken können wir diese komplexen Beziehungsgefüge,
indem wir – gemäß dem Basishandwerkszeug – "dem
Energiefluss folgen", "den letzten Impuls aufnehmen" etc.
Im vorliegenden Ausbildungsmaterial geht es um die Frage, wie Komplexität
in der Innenwelt entsteht, auf welchen Weisen sie sich im Menschen manifestiert
und wie mit ihr umzugehen ist. Dazu ist es zunächst nötig, Prägungen
und Vererbungen in ihrer körperlichen Dimension zu erfassen, um aufzuzeigen,
dass die Arbeit in der Innenwelt anknüpft an Forschungserkenntnisse anderer
Disziplinen. Da Körper-Geist-Seele eine Einheit bilden, lassen sich notwendigerweise
die in der Innenwelt ermittelten Faktoren auch auf körperlicher Ebene feststellen.
Umgekehrt belegen die Erkenntnisse zu Prägungen und Vererbungen im physischen
Bereich die Relevanz der innenweltlichen Arbeit.
Die Weite, der in der Innenwelt aufgefundenen Faktoren und Einflussgrößen,
deuten die beiden anschließenden Kapitel an, in denen es um die wirksamen
Energiefelder der Familie und der Pastlifes geht. Die wichtigste innenweltliche
Symbolfigur ist dabei das Innere Kind, das ein Produkt des bisherigen Lebens
ist, aufgrund der gemachten Erfahrungen mit seinen Eltern, Verwandten und Bekannten,
aber ggf. auch in anderen Konstellationen, die jenseits des derzeitigen Lebens
liegen.
